Wärmetherapie (Fango, Heißluft, Rotlicht)
Tiefenwärme zur Lockerung verspannter Muskulatur, Schmerzlinderung bei chronischen Beschwerden und Vorbereitung auf weitere physiotherapeutische Anwendungen.
Drei Hauptformen
- Fango — vulkanisches Tonerde-Mineralschlamm-Paket, das auf 50–55 °C erwärmt aufgelegt wird. Hält die Wärme lange und gibt sie tief ins Gewebe ab. Klassisch für Rücken, Schultern, Hüfte.
- Heißluft — Infrarot-Strahler erwärmen die Haut und oberflächliche Muskulatur (10–15 Min). Schneller einsetzbar als Fango, leicht trocknende Wirkung.
- Rotlicht — Spezialform der Heißluft, fokussiert auf kleinere Areale (z.B. Nasennebenhöhlen, Gelenke).
Wann hilft Wärmetherapie?
- Chronische muskuläre Verspannungen (Nacken, Lendenwirbelsäule)
- Spannungskopfschmerz durch Nackenverspannungen
- Arthrose-Schmerzen in Ruhe (nicht bei akuter Entzündung!)
- Vor Massage oder Manueller Therapie zur besseren Durchblutung und Lockerung
- Chronische Bronchitis / Nasennebenhöhlen-Entzündung (mit Rotlicht)
Wann lieber NICHT Wärme?
- Akute Entzündungen (Rötung, Schwellung, Überwärmung)
- Frische Verletzungen (erste 48 h — da besser Kryotherapie)
- Akute Bandscheibenvorfall-Symptome mit ausstrahlendem Schmerz
- Offene Wunden, Hautinfektionen
- Bei einigen Tumorerkrankungen — vorher Arzt fragen
Dauer & Kostenübernahme
15–20 Minuten pro Sitzung. Wärmetherapie ist ein ergänzendes Heilmittel — wird oft zusammen mit KG oder MT verordnet (z.B. „Fango + KG"). Gesetzliche Krankenkasse erstattet bei Verordnung.
In unserer Praxis
Wir bereiten viele KG-Sitzungen mit 15 Minuten Fango vor — du kommst entspannt aus der Wärme und der eigentliche Therapieanteil ist deutlich effektiver.
Verwandte Themen: Klassische Massage · Kryotherapie · Manuelle Therapie