Elektrotherapie
Therapeutischer Einsatz von schwachen elektrischen Strömen zur Schmerzlinderung, Muskelaktivierung und Verbesserung der Durchblutung — schmerzfrei, gut verträglich, vielseitig einsetzbar.
Wie funktioniert das?
Über Elektroden auf der Haut werden definierte Stromformen in das Gewebe geleitet. Je nach Frequenz, Stromart und Anlagepunkt wirkt die Behandlung schmerzdämpfend, muskelstimulierend oder durchblutungsfördernd. Die häufigsten Verfahren in der Physiotherapie:
- TENS (Transkutane elektrische Nervenstimulation) — Schmerzdämpfung
- EMS (Elektrische Muskelstimulation) — Aktivierung geschwächter oder gelähmter Muskeln
- Iontophorese — Einbringen von Medikamenten durch die Haut
- Hochvolt / Interferenzstrom — tiefenwirksame Reizströme
Wann wird Elektrotherapie eingesetzt?
- Akute und chronische Schmerzen am Bewegungsapparat
- Muskelatrophie nach Verletzung oder OP (Wiedereinsatz der Muskulatur)
- Nervenlähmungen (z.B. Fazialisparese, Peronaeus-Lähmung)
- Arthrose-Schmerzen in Hüfte, Knie, Schulter
- Postoperative Wundheilung (durchblutungsfördernd)
- Inkontinenz (gezielte Beckenboden-Aktivierung)
Wie fühlt sich das an?
Du spürst ein leichtes Kribbeln oder Pulsieren an der Haut — bei EMS auch sichtbare Muskelkontraktion. Schmerzhaft ist die Anwendung nicht. Die Stromstärke wird genau auf deine Empfindung eingestellt — du sagst, wann es „angenehm intensiv" ist.
Dauer & Kostenübernahme
15–20 Minuten pro Sitzung, in der Regel als Ergänzung zu KG oder MT verordnet. Heilmittel — gesetzliche Krankenkasse erstattet bei Verordnung.
In unserer Praxis
Wir setzen Elektrotherapie gezielt ein — meist als 10-minütige Vorbereitung vor der manuellen Behandlung oder zur Schmerzdämpfung bei akuten Beschwerden.
Verwandte Themen: Krankengymnastik · Manuelle Therapie · Heilmittelverordnung